Montag, 22. Juni 2015

An der Nordseeküste

Hallo ihr Lieben,
heute hab ich noch ein bisschen Zeit, mir die Urlaubsbilder anzuschauen und zu schreiben. Ein Blogpost, ohne das Wochen vergehen, ist das zu fassen?

Ich hätte gern im Sand oder Strandkorb gelegen, die Füße in der Nordsee baumeln lassen, aber dann hätte ich jetzt wahrscheinlich eine Lungenentzündung.
13 Grad, grauer Himmel und ziemlich starker Wind.
Sommer. Oder so.

Wir haben auf einem schönen, urigen Hof, mitten im Nichts gewohnt. Ruhe pur. Das war mal nötig, auch wenn ich mich am Samstag in Wilhelmshaven total über die vielen Häuser, Autos und Menschen gefreut hab. Ich bin doch ein Stadtmensch.
Das Frühstück war einfach toll. Kaffee, Tee, oder auch Kakao, für jeden in einer schönen, antiken Kanne und der passenden Tasse serviert, viel Auswahl, warme Brötchen, Brot, Eier, Tomaten, am Sonntag auch Lachs.
Klar, das gibt's in jedem Hotel, aber nicht auf jedem abgelegenen Bauernhof, so liebevoll zubereitet und das für 25 Euro, p. P.
Die Autobahnauffahrt und die Schnellstraßen sind ganz in der Nähe, wir waren also ruck zuck an der Küste oder in Wilhelmshaven.






Die Architektur ist ganz schön, viel los ist in Wittmund aber nicht. Also, weiter nach Esens ins Sturmfrei und eine leckere Krabbensuppe essen.









Neuharlingersiel hat einen kleinen Hafen, mit Fischkuttern, der Fähre nach Spiekeroog und einem Ausflugsboot zu den Seehundbänken. Leider fiel keine der Fahrten in unsere Urlaubszeit.  






















Ich liebe es, meinen Tee, Cappuccino oder was auch immer aus schönen, besonderen Tassen zu trinken. Eine hab ich entdeckt, nicht gekauft (weil man ja später nochmal vorbei gehen kann) und mich am letzten Tag geärgert, dass es die nur in diesem Laden und nicht in dem anderen in Esens gab. Also, wieder zur Küste, Tasse gekauft und sehr zufrieden.
Ebbe und Flut. Anker und Seemannsknoten. Perfekt.




Horumersiel war auch ganz schön. Auch wenn es für mich etwas seltsam ist, Strandkörbe auf einer Wiese und nicht im Sand zu sehen.





In Wilhelmshaven hab ich mich sehr wohl gefühlt. Der Hafen mit den Marineschiffen, Ausflugs- und Fischkuttern, das Marinemuseum und Aquarium waren sehr interessant, der Strand ist bestimmt auch schön. Bei 28 Grad und Sonne, aber das hatten wir ja schon.


Die Nordseepassage, ein recht großes Einkaufszentrum, hat mir natürlich auch gefallen. Die vielen Menschen die man beobachten kann, der Duft aus Teeläden und Parfümerien, die große Buchhandlung, und und und...
Ja, ich bin ein Stadtmensch. Rund um den Hof hab ich mich ständig verfahren, weil jedes Haus und jedes Feld gleich aussieht. Mitten in der Stadt passiert mir sowas nie. Und ohne die ganzen Autos und Menschen ist es mir doch ein bisschen zu still.

In Jever, einer kleinen Stadt, in der es, je nach Wind, nach Jever-Bier riecht, überall grüne Jever-Schirme, Jever-Laternen und Jever-Tafeln stehen, kann man schön Essen gehen, es gibt drei/vier kleine Läden in denen man stöbern kann aber nicht mal einen dm- oder Müller-Markt hab ich entdeckt. Wenn ich also da oben wohnen würde, müsste ich ständig nach Oldenburg, Wilhelmshaven oder sonst wohin fahren.
Ein kleines Schloss gibt es auch.




Früher mochte ich überhaupt keinen Fisch.

Für Rollmops, Aal, Matjes und Forellen die mich angucken gilt das heute noch.
Aber für  Lachsfilet, Kabeljau und vor allem Krabben hab ich mittlerweile eine Schwäche.





Die Menschen im Norden nehmen sich einfach mehr Zeit für alles. Diese Ruhe und Gelassenheit hab ich überhaupt nicht. Zum Erholen ist das toll, aber nach Hause zu kommen und den gewohnten Alltag zu erleben ist ein wunderbares Gefühl.

Liebste Grüße Julia

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